Bis in die 90er Jahre wurde Adoptiveltern geraten, ihrem angenommenen Kind einen Vornamen ihrer Wahl zu geben. Das würde das Zugehörigkeitsgefühl stärken und es sei für das Kind von Vorteil. Das Gegenteil ist der Fall. Damit entreißt man dem Kind u. U. die letzte Verbindung zu seiner Herkunft. Heute wird das nicht mehr praktiziert. 

Name und Herkunft geben einem Menschen Identität. Ohne Identität fühlt man sich gesichtslos, als wurden Gliedmaße entfernt. Adoptierte tun sich ohnehin schon schwer ihre Identität finden.