Adoptierte fühlen sich oft nicht geerdet oder verbunden. Es ist eher ein Abgetrennt-Sein. „Man fliegt so durch die Gegend“, sagte mal einer. Das drückt sich auch darin aus, dass Adoptierte Schwierigkeiten haben, Ziele nicht klar zu definieren oder sich derer nicht bewusst sind.

Das rührt von einer unbekannten Komponente her. Vor allem bei Inkognito-Adoptierten, deren Herkunft unbekannt bleibt. Für Nicht-Adoptierte ist es offenkundig woher sie z. B. bestimmte Interessen haben, woraus sich Hobbies ableiten. „… weil das schon der Opa, die Mama, der Cousin gemacht hat.“

Adoptierte müssen sich in besonderen Maße ihrer Interessen als auch ihrer Talente bewusst werden. Sind sie in der glücklichen Lage im Verlauf ihres Lebens ihre Herkunft zu erforschen und Wurzeln zu finden, bringt das enorme Erleichterung. So setzen sich einzelne Mosaike zusammen, bis sich ein einigermaßen vollständiges Bild abzeichnet.

Wenn man ohne Flügel geboren wurde, darf man sie nicht am Wachsen hindern. – Coco Chanel